In der Cinque Terre gibt es soooooo viel zu sehen: Unzählige bezaubernde Dörfer, wunderbare Wanderwege und zahlreiche Aussichtspunkte. Da ich zur Reiseplanung damals unzählige Stunden im Netz verbracht habe, habe ich mir überlegt, euch einen kleinen Einblick in unsere Urlaubswoche in der Cinque Terre und an der ligurischen Küste zu geben. Vielleicht sind da Inspirationen für euch dabei. Ausgangspunkt war für uns unsere Ferienwohnung in Ridarolo.

Tag 1 Ridarolo / Levanto

Ankunft in Ridarolo. Nachdem wir den Flieger nach Florenz genommen haben, und wir uns 1 1/2 Tage die Stadt angeschaut hatten, sind wir nachmittags in Ridarolo, einem Mini-Dorf oberhalb von Levanto angekommen. Erstmals hieß es einkaufen und Levanto kennen lernen.

Levanto

Tag 2 Sestri Levante / Framura / Bonassola

Da ich vorher in meinem Recherchen gelesen hatte, das es am Wochenende in der Cinque Terre recht voll ist, da die Italiener dann zusätzlich zu den Touristen auch noch die zahlreichen Wanderwege stürmen, haben wir uns überlegt lieber in die andere Richtung zu fahren. Mit dem Zug ging es von Levanto nach Sestri Levante. Mit im Gepäck die Badesachen, denn die kleine Stadt hat neben einer schönen Fußgängerzone eine herrliche Bucht mit Sandstrand. Die Baia del Silenzio (Bucht der Stille) war natürlich auch am Sonntag recht überlaufen, aber für eine Abkühlung hat es gereicht. Am späten Nachmittag ging es dann mit dem Zug zurück. Ausgestiegen sind wir jedoch in Framura, zwei Ortschaften vor Levanto. Auf dem Programm stand noch eine Wanderung von Framura nach Bonassola. Von Bonassola kann man auch problemlos nach Levanto weiterwandern. Uns hat es jedoch gereicht, sodass wir für die letzte Station den Zug genommen haben.

 Die Baia del Silenzio in Sestri Levante.

Tag 3 Levanto / Monterosso

Nach einem entspannten Vormittag in Levanto und in unserer Ferienwohnung, machten wir uns erst gegen halb vier auf unsere Wanderung nach Monterosso. Die Wanderung (ca. 3 Std) hatte es ganz schön in sich. Eigentlich ging es immer nur bergauf. Die Ausblicke entschädigten aber alle Anstrengungen. In Monterosso haben wir dann einen richtig schönen Abend verbracht. Zurück nach Levanto ging es dann mit dem Zug.

Wanderweg nach Monterosso

Tag 4 Corniglia / Volastra / Manarola

Am vierten Tag ging es recht früh los. Da wir am oberen Rand der berühmten Weinterrassen, die sich über 300 Höhenmeter zum Meer hinabsenken, lang spazieren wollten, wollten wir ungern in der Mittagshitze unterwegs sein. Das haben wir natürlich nicht geschafft, denn die Wanderung war mit über 3,5 Stunden unsere längste, sodass wir ordentlich ins schwitzen kamen. Zugleich war es die atemberaubendste Wanderung, die ich je unternommen habe. Die Aussicht war fantastisch! Ich weiß, dass hab ich nun schon des öfteren erwähnt, aber diesen Wanderweg sollte man sich wirklich in der Cinque Terre nicht entgehen lassen :-) Los ging es im Dorf Corniglia, das übrigens nicht wie die anderen vier Dörfer direkt am Meer liegt. Erst einmal müssen vom Bahnhof zahlreiche Stufen nach oben genommen werden. Unsere Wandertour führte uns dann über den Ort Volastra. Anschließen ging es wieder hinunter ans Meer nach Manarola. Ich weiß nicht mehr wie viele Höhenmeter wir bei dieser Wandertour gemacht haben, es waren einige! Puh, wenn ich daran zurück denke, komme ich doch glatt wieder ins schwitzen.

Wanderung von Corniglia nach Manarola

Tag 5 Portofino / San Fruttuoso / Camogli 

Nach dem vergangenen anstrengenden Tag, wollten wir es am Tag fünf etwas entspannter angehen lassen, naja ein bisschen zumindest. Startpunkt war wieder der Bahnhof in Levanto. Mit dem Zug ging es zunächst bis Rapallo. Dort mussten wir dann in den Bus nach Portofino umsteigen. Da sich die Bushaltestelle aber direkt vorm Bahnhof befand, war dies überhaupt kein Problem. In Portofino haben wir uns dann ein bisschen umgeschaut, haben die teuren Schiffe bewundert und sind zur Kirche San Giorgio hinaufgestiegen. Christoph Henning beschreibt Portofino in seinem Wanderführer wie folgt: „Portofino ist berühmt, schön und ziemlich langweilig.“ Da kann ich nur zustimmen. Auch das folgende Zitat passt: „Losgelöste Ästhetik, optimal fürs Foto. Aber wie das so ist, sobald die Aufnahmen gemacht sind, kann man eigentlich wieder abfahren (oder der in der Umgebung wandern gehen).“ Genauso haben wir es dann auch gemacht, los ging es also Richtung San Fruttuoso. Dabei handelt es sich um eine kleine Bucht mit einem Kloster und einem Strand, der jedoch aus vielen kleinen Steinen besteht. Nach zwei Stunden Wanderung hieß es dann erstmal rein ins kühle Wasser. Da sich dieser Ort nur zu Fuß oder per Boot erreichen lässt, ging es nach einer ausgiebigen Pause mit dem Schiff Richtung Camoglio. Camogli selbst ist ebenfalls ein wunderbarer Ort, der zum Bummeln einlädt. Gegen frühen Abend haben wir dann den Zug zurück nach Levanto genommen.

San Fruttuoso

Tag 6 Vernazza / Lavaggiorosso

Entspannen in der Ferienwohnung und ein Ausflug nach Vernazza stand am sechsten Tag auf dem Programm. Ganz entspannt mit dem Zug ohne Wanderung und Rucksack. Eine Erholung für die Beine! Abends haben wir im winzigen Bergdorf Lavaggiorosso ein fantastisches 3-Gänge-Menü gegessen. Einen Bericht zu der Trattoria wo die italienische Mama noch persönlich kocht, findet ihr hier.

Vernazza

Tag 7 Portovenere / Riomaggiore

Ursprünglich hatten wir für den letzten Tag eine Wanderung von Riomaggiore nach Portovenere geplant. Mit gut fünf Stunden sollte es laut meinem Reiseführer „der spektakulärste Weg“ der gesamten Küste sein, doch manchmal kommt es anders als man denkt, und das ist auch gut so. Wir hatten uns eigentlich überlegt, dass wir früh mit dem Zug nach Riomaggiore fahren. Am Bahnhof wurde am Vorabend aber bereits angekündigt, dass die Züge aufgrund eines Streiks am nächsten Tag nicht fahren. Wir also ab zum Hafen in Levanto. Mit dem Schiff ging es dann bis nach Riomaggiore. Die Orte mal vom Wasser auszusehen, war eine willkommene und schöne Abwechslung. Das solltet ihr unbedingt machen. Von dort haben wir einen Mini-Bus zur Wahlfahrtskirche Madonna di Monte Nero genommen. Runter ging es zu Fuß über Stock und Stein. Nachdem wir uns dann mit Riomaggiore den letzten Ort der Cinque Terre angeschaut haben, ging es mit dem Schiff weiter nach Portovenere – Eis essen, durch die Fußgängerzone bummeln – in den kleinen Lädchen Souvenirs kaufen, so endete unsere Woche an der ligurischen Küste. Schön wars! Wir kommen wieder. Schließlich fehlt ja noch die „spektakulärste“ Wanderung :-)

Schifffahrt entlang der Küste

Vielleicht ist ja diese Übersicht recht hilfreich, wenn ihr aufgrund der vielen, vielen Möglichkeiten nicht so genau wisst, wie ihr euren Urlaub dort in der Region gestalten wollt, oder ihr noch zwischen zwei Wandertouren schwankt. Klar, alles schafft man in einer Woche eh nicht, aber man kann schon etliche Sachen miteinander verknüpfen. Und natürlich solltet ihr auch immer etwas Zeit für spontane Unternehmungen einplanen.

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