An welche Stadt denkt ihr als erstes, wenn ihr eine italienische Stadt nennen sollt? Für viele ist die Antwort mit Sicherheit Venedig! Venedig, für viele die Traumstadt überhaupt. Eine Stadt von der viele schwärmen und begeistert erzählen. Venedig, die Stadt mit den unzähligen Brücken und Kanälen, die Stadt in der eine Touristenattraktionen die nächste Jagd. Eins gleich vorweg: Es ist nicht meine Stadt! Bei meinem zweitägigen Besuch hat sich einfach nicht dieses „Wow, ich bin total geflasht!“-, „Boah, ist das schön hier“-, „Hier will ich bleiben!“-Gefühl eingestellt.

Rialto Brücke

Venedig gehört zu den sehr, sehr wenigen italienischen Orten, wo ich mich nach dem Besuch gefragt habe, „liebes Venedig, sehen wir uns noch mal wieder?“ Die meisten Orte in Italien, die ich bis dato gesehen habe, haben mich verzaubert – Venedig hat es nicht getan! Natürlich war es faszinierend durch diese Stadt zu laufen, die umgeben von Wasser ist und wo man sich nur mit dem Boot fortbewegen kann, doch der Funke ist nicht übergesprungen. Ging euch das auch schon einmal so? Gibt es eine Stadt, die euch gar nicht gefallen hat? Oder gab es bei euch auf Reisen schon mal eine Liebe auf den zweiten Blick?

Vielleicht lag es daran, dass wir Venedig zunächst im Regen kennen gelernt haben, dass unsere Unterkunft (Albergo San Samuele) naja eher so mittelmäßig war, dass die im Reiseführer angepriesene Eisdiele (Gelateria Alaska – Santa Croce 1159)) so überhaupt nicht mit der Eisdiele in Bardolino am Gardasee, in der wir die letzten Tage vor unserem Abstecher nach Venedig täglich waren, mithalten konnte, dass die Preise, sei es für eine Pizza oder einen Cappuccino, tierisch hoch sind, dass man kaum Italiener zu Gesicht bekommen hat, oder dass der Ehemann in Hundescheiße getreten ist und kein Fleckchen Grün zum Abwischen gefunden hat, ich weiß es nicht … vermutlich kam eins zum anderen.

Natürlich gab es abseits der Touristenströme auch schöne Ecken, der Campo San Giacomo dell’Orio hat mir zum Beispiel sehr gut gefallen. Der Platz war sehr malerisch und strahlte eine gewisse Ruhe aus, und als die Sonne dann wieder raus gekommen ist, wirkte Venedig auch deutlich freundlicher. Leider hat die Zeit nicht gereicht, um die umliegenden Inseln zu erkunden.

Tipp: Verzichtet auf eine Gondeltour! Deutlich preiswerter sind die vaporetti, die Linienboote, die rund um die Uhr auf dem Canal Grande und auf den wichtigsten Nebenkanälen verkehren. Leider haben wir die Abfahrtsorte der sechs traghetti nicht gefunden. Dabei handel es sich um Gondelfähren, mit denen man den Canal Grande überqueren kann. Das wäre doch eine gute Alternative zur teuren Gondelfahrt!

Was meint ihr, sollte ich Venedig noch einmal eine Chance geben? So dass ich irgendwann sagen kann: „Venedig – Eine Liebe auf den zweiten Blick!“

 

Typisch Venedig: Gondel und Rialto Brücke

Canale Grande

Palast am Canale Grande

Blick auf die Rialto Brücke

 

Kanal in Venedig

Bücke in Venedig

Aussicht auf die Lagune

Aussicht vom Campanile

Tauben in Venedig

Glocken

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