Am Strand trafen wir Thomas Hofmeister, der uns gleich als Deutsche entlarvte. Die Kajak-Saison sei leider vorbei. Die vorherigen Wochen seien von mehreren Unwettern geplagt gewesen, mit solchen sonnigen Tagen sei nicht mehr zu rechnen gewesen, erklärte er uns. Die Enttäuschung schien uns wohl ins Gesicht geschrieben, denn er hatte sofort einen anderen Tipp für uns. Er empfahl uns ein Tretboot auszuleihen und damit zum Cap Vaticano zu fahren. Am Strand Groticelle gebe es mehrere Anbieter. Etwas Beinarbeit sei erforderlich bei dem Wellengang, aber ansonsten wäre es eine prima Alternative. Statt Armmuskeltraining also straffe Waden, auch gut! 

Also wieder rein in unseren Renault Captur. Noch etwas skeptisch fuhren wir die 4,5 km weiter zum Strand Grotticelle. Nachdem wir am Strand neben den mietbaren Liegen zahlreiche Tretboote sahen, wich der Skepsis jedoch totale Euphorie: Wir müssen ein Tretboot mit Rutsche nehmen, rief ich meinem Ehemann aufgeregt zu. Gesagt getan. Los ging es entlang der Felsküste in Richtung Capo Vaticano. Das Wasser war teilweise so klar, dass wir immer wieder Fischschwärme beobachten konnten.

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Aufgrund der Nebensaison trafen wir in der größten der drei Buchten nur auf eine andere Familie, die ebenfalls mit dem Tretboot unterwegs war. Ein perfekter Platz also, um das Strandhandtuch auszubreiten, sich ein Buch zu schnappen und die Sonne zu genießen. Doch schon bald hatte ich wieder Hummeln im Hintern. Neugierig erkundete ich die Bucht, kletterte über Steine und machte eine Menge Fotos. Nur beim Trampelpfad, der vermutlich zur Ferienanlage oberhalb des Kaps führt, kam ich nicht weiter. Der Weg war mit einem verschlossen Tor versehen,
Eins, zwei, drei, … Platsch! Auf dem Rückweg hatten wir eine Menge Spaß mit der Rutsche. Immer wieder ging es ins kühle Wasser. Der Ehemann hatte das Ruder fest im Griff, denn der zwischenzeitlich doch recht starke Wellengang drückte uns immer wieder gefährlich nah an die Felsen.

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Aussichtspunkt

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir dann am Strand Groticelle, Gratis-Liegen inklusive, bevor wir uns mit dem Mietwagen auf dem Weg zum Aussichtspunkt machten. Am Ende der Strada Comunale Capo Vaticano konnte man problemlos parken. Ein Weg führt zu einem kleinen Café. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Küste Richtung Süden und den Strand Groticelle. 

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Anschließend fuhren wir 300 Meter mit dem Auto zurück und bogen linker Hand in die kleine Straße Localitá Belvedere ein. In der Hauptsaison ist es eventuell besser den Weg zu Fuß zurück zulegen, da die Straße sehr eng ist und Parkplätze rar waren. Am Ende der Straße tritt man auf einen kleinen, nett angelegten Park. Von dort hat man eine ausgezeichnete Sicht auf die Buchten des Capo Vaticano. 

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Wissenswertes

Wollt ihr euch auch etwas sportlich betätigen? Thomas Hofmeister verleiht in der Gemeinde Ricardi neben Kajaks auch Mountainbikes. Den Verleih findet ihr am Strand der Ferienanlage „Baia del Sole“, ca. 6 km nördlich von Tropea. Alternative, um zum Capo Vaticano zu gelangen: Am Strand von Groticelle ein Tretboot ausleihen und damit die Bucht ansteuern. 

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